Ausstellung
Zwischen Landschaft und Erinnerung
Sylvia von Miller
An der Grenze zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion – als Erinnerung, Stimmung oder Wahrnehmung.
Vernissage
11.09.2026 ab 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer
12.09.2026 bis 03.10.2026
Zwischen Landschaft und Erinnerung
Die Arbeiten bewegen sich an der Grenze zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Landschaft erscheint hier nicht als Abbild eines bestimmten Ortes, sondern als innerer Raum – als Erinnerung, Stimmung oder Wahrnehmung.
Horizonte lösen sich auf, Farbschichten überlagern einander, Spuren früherer Bildzustände bleiben sichtbar. Die Malerei entwickelt sich aus dem Prozess des Überarbeitens, Wegnehmens und Neuformulierens.
Aus dieser offenen Bildwelt treten Tiere hervor: ein Hund, ein Pferd oder lediglich ihre Konturen. Sie wirken nicht wie erzählerische Figuren, sondern wie flüchtige Erscheinungen – als würden sie für einen kurzen Moment sichtbar, bevor sie wieder mit der Landschaft verschmelzen.
Die Spannung der Arbeiten entsteht aus dem Wechselspiel von Ruhe und Bewegung, von Fläche und Linie, von Sichtbarkeit und Auflösung. Farbe wird dabei zum eigentlichen Träger der Atmosphäre. Sie beschreibt weniger Natur als vielmehr Empfindung.
So entstehen Bilder, die keine konkreten Orte zeigen, sondern Landschaften der Erinnerung, in denen Wahrnehmung, Zeit und Natur zu einer offenen, poetischen Bildsprache verschmelzen.






Sylvia von Miller
Sylvia von Miller wuchs im Berchtesgadener Land auf, studierte Architektur und Politik in München. Seit 1990 ist sie als Regisseurin und Autorin für den Bayerischen Rundfunk tätig, seit 2002 vor allem für die Reihe Unter unserem Himmel.
Die langjährige Arbeit als Filmemacherin hat ihren Blick auf Landschaften und Menschen nachhaltig geprägt. In ihren Filmen beobachtet sie Regionen im Wandel, erzählt von ihren Bewohnern und macht sichtbar, wie Erinnerungen, Geschichten und Natur miteinander verwoben sind.
Diese Erfahrung spiegelt sich auch in ihrer Malerei wider. Ihre Bilder zeigen keine konkreten Orte, sondern verdichtete Landschaften der Erinnerung. Farbschichten, Horizonte und flüchtige Tiergestalten verbinden sich zu poetischen Bildräumen, in denen Natur nicht dokumentiert, sondern empfunden wird. Wie im Film richtet Sylvia von Miller den Blick auf das Wesentliche – auf Spuren, Stimmungen und das Unsichtbare zwischen den Dingen.