Ausstellung
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Manuel Rumpf
Menschengemachte Alltagslandschaften wie Verkehrs- und Industrieflächen besitzen eine eigene Atmosphäre, geprägt von Licht, Leere und Spuren menschlicher Nutzung. Manuel Rumpfs Malerei zeigt diese Orte als menschenleere Momente zwischen Wahrnehmen und Verschwinden.
Vernisssage
20.02.2026 ab 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer
21.02.2026 bis 02.04.2026

Manuel Rumpf
Der Blick auf die heutige Landschaft ist oft flüchtig. Vergessen und Verdrängen dominieren unsere von Tempo und Zielstreben gelenkte Wahrnehmung alltäglicher Orte.
In seinen Arbeiten beschäftigt sich Manuel Rumpf mit den Atmosphären moderner Landschaften, die mehr denn je vom Menschen geprägt sind, die erst entstanden sind, weil wir in ihnen leben.
Die Landschaften der Gegenwart sind menschengemacht. Verkehrswege, Gewerbegebiete, Industrieanlagen und urbane Randbereiche entstehen aus funktionalen Notwendigkeiten und prägen die Umwelt vieler Menschen. Sie dienen als Infrastruktur des Alltags, werden jedoch selten als gestaltete oder bedeutungsvolle Räume wahrgenommen. Ihre Funktion ist auf Effizienz ausgerichtet, nicht auf Repräsentation oder Identifikation.
Diese Orte wirken oft unscheinbar, da sie keinen klassischen Aufenthaltswert besitzen. Sie sind Durchgangsräume und Zwischenzonen – unbewohnt, aber keineswegs ungenutzt. Der Blick auf sie ist flüchtig: Man passiert sie auf dem Weg zur Arbeit oder nimmt sie aus dem Zugfenster wahr. Obwohl sie beiläufig erscheinen, besitzen sie eine spezifische Atmosphäre: Lichtverhältnisse, Verlassenheit und Spuren menschlicher Nutzung formen eine Szenerie, die über die reine Funktion hinausgeht.
Mit dieser Atmosphäre setzt sich Manuel Rumpf in seiner Malerei auseinander. Der erste Schritt im Entstehungsprozess ist die fotografische Erkundung, die weniger der dokumentarischen Erfassung als dem unmittelbaren Erleben des Ortes dient. Licht, Stimmung und räumliche Wirkung stehen dabei im Mittelpunkt. In der malerischen Umsetzung überträgt Rumpf diese Eindrücke in Öl auf Leinwand oder Tusche auf Papier. Seine Darstellungsweise verzichtet bewusst auf übermäßig präzise Details und betont stattdessen das Flüchtige und Ungefähre der Erinnerung. Lasierend aufgebaute Farbschichten erzeugen Tiefe und Raum, konkretisieren oder lassen Konturen verschwimmen. Seine Arbeiten zeigen menschenleere Umgebungen, oft in künstlichem oder diffusem Licht, mal als stille Szenerie, mal aus der Bewegung heraus.
Die Orte und Landschaften in Rumpfs Malerei erscheinen nicht als statisches Bild, sondern als ein Moment zwischen Wahrnehmen und Verschwinden.

Peripherie #21
2024 | Tuschemalerei auf Papier | 22×30 cm

Peripherie #20
2024 | Tuschemalerei auf Papier | 22×30 cm

Peripherie #22
2024 | Tuschemalerei auf Papier | 22×30 cm

Kokon
2023 | Öl auf Leinwand | 70×50 cm

Set
2023 | Öl auf Leinwand | 60×40 cm

O.T. #1
2025 | Öl auf Leinwand | 30×36 cm

O.T. #2
2025 | Öl auf Leinwand | 30×40 cm
Vita
CV
Geb. 1987 in München
Lebt und arbeitet in München
Ausbildung
2006-2009: Berufsausbildung im Bereich Kommunikationsdesign, München
2007-2014: Studium an der Akademie der Bildenden Künste München
Preise und Auszeichnungen
2013: Ernennung zum Meisterschüler, AdBK München
2020: Förderpreis der Darmstädter Sezession
2023: Förderpreis des Kunstvereins Rosenheim
2025: Bayerischer Atelierpreis
Sammlungen
Stiftung BC – pro arte
Ausstellungen
2025
“nocturne”, Kunstverein Landshut
“Zur ewigen Freiheit”, Modern Studio, Altes Gefängnis Freising
“KUNST AKTUELL 2025”, Kunstverein Rosenheim, Städt. Galerie Rosenheim
“Summer Salon”, Marshall Gallery, Santa Monica (CA)
“ORBIT”, Galerie Grabsdorf, München
“PERSPEKTIVE – RETROSPEKTIVE”, Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe
2024
„edition paraffin 2024″, Atelierhaus FOE, München
“31. Aichacher Kunstpreis”, Kunstverein Aichach, SanDepot Aichach
“IKON/IKONE/KULTBILD”, Darmstädter Sezession, Designhaus Darmstadt
“JUNGE KUNST | Jan Gemeinhardt – Manuel Rumpf”, BBK Galerie im Glaspalast Augsburg
“KUNST AKTUELL 2024”, Kunstverein Rosenheim, Städt. Galerie Rosenheim
2023
„edition paraffin 2023″, Projektraum Streitfeld, München
“222118”, Darmstädter Sezession, Designhaus Darmstadt
“KUNST AKTUELL 2023”, Kunstverein Rosenheim, Städt. Galerie Rosenheim (Förderpreis)
2022
“Electronic Landscapes”, Preisträgerausstellung, Darmstädter Sezession, Atelier Siegele Darmstadt
„das kleine format 2022″, Stadtmuseum Aichach
„edition paraffin 2022″, München
“UMNACHTET – BESTIRNT: Das Nächtliche in der Kunst”, Stiftung BC – pro arte, Biberach
„Sights”, Modern Studio, Altes Gefängnis Freising
„KUNST AKTUELL 2022“, Kunstverein Rosenheim, Städt. Galerie Rosenheim
“hinschauen”, Kunstprojekte Leyerseder, Hauzenberg
„Peripherie”, Einzelausstellung, Galerie Orange, Tegernsee
2021
„edition paraffin“, München
„THE WORLD: REGLITTERIZED“, Künstlerverbund Haus der Kunst München (Planung und Umsetzung der virtuellen Ausstellung)
„KUNST AKTUELL 2021“, Kunstverein Rosenheim, Städt. Galerie Rosenheim
2020
„KOMPAKT“, Darmstädter Sezession, Designhaus Darmstadt (Förderpreis)
„Götzendämmerung – Twilight of the idols“, Künstlerverbund Haus der Kunst München (Planung und Umsetzung der virtuellen Ausstellung)
„IR-REAL“, Galerie Bodenseekreis, Meersburg
“Schanzentisch”, Kunstraum XXXVIII, München
2019
„Europe Calling“, Aki Gallery Taipei, Taiwan
“Wo ist Wann?”, Galerie Orange, Tegernsee
“XXXVIII”, Kunstraum XXXVIII, München
„Neustart”, Kunstprojekte Leyerseder, Hauzenberg
2018
Einzelausstellung, Galerie Orange, Tegernsee
„Das kleine Format”, Kunstverein Aichach
„In the heaven of art”, Kunstprojekte Leyerseder, Hauzenberg
2017
„Toter Winkel”, Designwerkstatt, München
„WIR”, Galerie Weise, Chemnitz
2016
„Neue Positionen“, Galerie Rieder, München
„MAX33“, Zwischennutzungsprojekt, München
„SCOOP #2“, BIG POND ARTWORKS, München
„Malerei“, Kunstprojekte Leyerseder, Hauzenberg
„ON-OFF-ROAD”, Majuntke, Mainburg
2015
Ausstellung im Hopfenmuseum Wolnzach
„Munich contemporary art“, Aki Gallery Taipei, Taiwan
„Schau“, Raiffeisenbank Hauzenberg
„Orte“, Galerie Rieder, München
2014
„Genug gewollt“, Galerie Gierig, München
„Niemandsland“, Passau
„Dioskuren“, Galerie der Künstler, BBK München
2012
„Zwischen A und B”, PeakFineArt, München
„Bonjour, Monsieur Duchamp!”, Kunstpavillon München
2011
Ausstellung im Künstlerhaus Marktoberdorf
„Begegnungen”, Freshfields Bruckhaus Deringer LLP, München