Exhibition
LEBENS-ART
Es lebe die Vielfalt
Alfred Darda
Vernisssage
09.10.2026 ab 19.00 Uhr
Exhibition duration
10.10.2026 bis 27.11.2026


Alfred Darda
Alfred Darda lived and worked in Munich from 1962 to 2012. Countless exhibitions accompany his path of integral painting.
Unter anderem:
1974 erste wichtige Ausstellung im Kunstforum Maximilianstrasse Lenbachhaus
1979 Gründungsinitiative und Leitung der ersten Ausstellung der Münchner Rathausgalerie
1982 Verleihung des Seerosenpreis der Stadt München
2008 Einzelausstellung in der Hochschule für Musik und Theater in München
2000 bis 2023 Dozent der Kunstakademie Bad Reichenhall
Ankäufe u. a.: Bayerische Staatsgemäldesammlung, Deutscher Bundestag, Städtische Galerie im Lenbachhaus, Staatliche Grafische Sammlung München
Dardas Arbeiten entstehen nicht aus der unmittelbaren Darstellung eines Motivs. Sie entwickeln sich aus einem Prozess des Auftragens, Überlagerns, Abtragens und Freilegens. Farbe trifft auf Papier und vorgefundene Materialien; Risse, Abrieb, Farbspritzer und unregelmäßige Kanten bleiben sichtbar und werden zu eigenständigen Elementen der Komposition.
Gerade die Verwendung von Fragmenten verleiht den Arbeiten eine besondere Spannung. Ein Stück bedrucktes Papier, eine textile Struktur oder ein scheinbar beiläufiges Materialfragment verweist auf eine ursprüngliche Funktion und bringt damit eine eigene Geschichte in das Bild ein. Durch die malerische Bearbeitung wird dieses Vorgefundene zugleich verfremdet und in einen neuen Zusammenhang überführt.
Darda bewegt sich dabei zwischen Abstraktion und einer immer wieder aufscheinenden Gegenständlichkeit. Formen erinnern an Landschaften, organische Strukturen oder Relikte, ohne sich auf eine eindeutige Lesart festlegen zu lassen. Die Bilder sind keine Abbildungen konkreter Orte oder Dinge. Sie funktionieren vielmehr als offene Bildräume, in denen sich Erinnerungen und Assoziationen aus Farbe, Material und Form entwickeln.
Besonders eindrucksvoll ist der Umgang mit Farbe. Leuchtende Gelb- und Blautöne stehen neben erdigen Braun-, Grau- und Weißnuancen. Große Farbflächen werden von feinen Linien, Spritzern und materiellen Brüchen durchzogen. Dadurch entsteht eine lebendige Oberfläche, die nicht geschlossen und glatt wirkt, sondern Spuren ihrer eigenen Entstehung bewahrt.
So besitzen Dardas Bilder eine beinahe archäologische Qualität: Sie scheinen etwas freizulegen, ohne das Gefundene vollständig preiszugeben. Schicht für Schicht entsteht eine Bildwirklichkeit, in der Vergangenes, Vorgefundenes und neu Geschaffenes miteinander verbunden sind.
Alfred Dardas Arbeiten erzählen keine konkrete Geschichte. Sie machen vielmehr sichtbar, dass sich Geschichte in Spuren, Fragmenten und Oberflächen einschreibt.
Die Ausstellung lädt dazu ein, diese offenen Bildräume aus der Nähe zu betrachten und den Übergang zwischen Gegenstand und Abstraktion, Zufall und bewusster Setzung, Zerstörung und Neubeginn zu verfolgen.
Künstlerische Vita
Geb 1937 in Westfalen
1957 Werkkunstschule Dortmund
1958-61 Folkwangschule Essen
1961 Kunstakademie München
Er lebte und arbeitete bis 2012 in München, seitdem auf seinem Bauernhof im Allgäu.
Alfred Darda ist seit 1982 Träger des Seerosenpreis der Stadt München.
Bis 2024 Dozent an der Akademie Reichenhall, außerdem gibt er Seminare und Kurse.
Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland
Auswahl
1974 Ausstellung im Kunstforum Lenbachhaus, München
1994 Galerieverein Reutte
2004 Goethe-Institut München
2008 Hochschule für Musik und Theater, München, Ausstellung im Bildungszentrum ZIST, Penzberg
2010 Kunstverein, Bad Aibling, Galerie-Ausstellungen im In-und Ausland
2024 Galerie Gerhard Grabsdorf
Gemeinschaftsausstellungen
1971/72 Große Kunstausstellung, München
1973 Herbstsalon
1979 Initiative und Gestaltung der 1. Ausstellung „Münchner Künstler im Rathaus“
1981 Organisation und Konzeption der Ausstellung „Mit Kopf und Bauch“ in der Galerie der Künstler, München
1982 Organisation der Ausstellung „Wahlverwandschaften“ in der Münchner Rathaushalle
1986 „Von Marl aus“ – Skulpturenmuseum Marl
2003 55 Jahre Seerosenkreis Kunstpavillon München
2009 Organisation der Ausstellung „Kunst für die Münchner Tafel“ in der Rathausgalerie
Ankäufe
Staatliche Grafische Sammlung, München
Städtische Galerie im Lenbachhaus, München
Bayerische Staatsgemäldesammlung, München
Deutscher Bundestag
Bayerische Beamtenversicherung
Münchner Rückversicherung
„Leid und Auferstehung“ Emmauskirche Bad Griesbach
Ev. Landeskirche München
AOK – Kempten
Brunnenanlage für die Hauptschule Altusried 1973









Dardas integrale Malweise lässt Farbe, Material, Struktur und Form zu einem vielschichtigen Ganzen werden. Vorgefundene Spuren und Materialien begegnen der bewussten malerischen Geste, Zufall trifft auf Gestaltung. Aus diesem Dialog entsteht eine eigenständige Bildwelt, in der sich Natur, Materialität und menschlicher Eingriff miteinander verbinden.